Neuigkeiten Publikationen Just Climate! Studienvorstellung und Debatte: Klimakrise – Öffentliche Wahrnehmung und Prioritäten in Portugal 17.12.2025 Was denken unterschiedliche soziale Gruppen in Portugal über den Klimawandel? Welche Priorität messen sie ihm im Vergleich zu anderen aktuellen gesellschaftlichen Problemen bei? Wie bewerten sie die Klima- und Energiepolitik des Landes? Der Kampf gegen den Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen, vor denen heutige Gesellschaften stehen. Klimaschutz und Klimaanpassung stehen ganz oben auf der politischen Agenda, und entschlossenes klimapolitisches Handeln wird auf verschiedenen Ebenen zunehmend dringlich. Ein zentraler Bestandteil der aktuellen Klimaschutzpolitik vieler Länder ist die Energiewende, also der Ausstieg aus der Energieerzeugung auf Basis fossiler Brennstoffe und der Ausbau erneuerbarer Energien. In Portugal lag der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung laut dem globalen Thinktank Ember im Jahr 2024 bereits bei 85 Prozent – damit belegt das Land den dritten Platz innerhalb der Europäischen Union. Seitdem die Regierung António Guterres im Jahr 2001 das Programm E4: Energieeffizienz und endogene Energien auf den Weg brachte, das als Grundlage für den Ausbau erneuerbarer Energiequellen diente, verzeichnet Portugal kontinuierliche und beachtliche Fortschritte. Um jedoch einen langfristigen und breiten Erfolg zu gewährleisten, muss die Energietransformation gesellschaftlich akzeptiert und mitgetragen werden. Die portugiesische Delegation der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) führte in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozialwissenschaften der Universität Lissabon (ICS-ULisboa) eine Befragung von 1.200 Personen durch, um Antworten auf folgende Fragen zu finden:Was denken die unterschiedlichen sozialen Gruppen in Portugal über den Klimawandel? Welche Priorität messen sie ihm im Vergleich zu anderen aktuellen Problemen bei? Wie bewerten sie die Klima- und Energiepolitik des Landes? Und in welchem Ausmaß wären sie bereit, Veränderungen in ihrem Alltag zu akzeptieren, um die Folgen des Klimawandels zu begrenzen?